Katharina Klein

Ich bin in die Politik gegangen, da ich als Volkswirtin die alternativlose Euro-Rettung nicht mehr ertragen habe. Die Ursachen des Problems werden nicht angegangen und es werden systematisch die abgesprochenen Spielregeln gebrochen. Die Euro-Krise ist nach wie vor nicht gelöst, sondern schwelt unter dem „Deckchen“ der Geldpolitik der EZB, die mit ihren bisherigen Maßnahmen der Politik Zeit verschafft hat, um die systemimmanenten Probleme zu lösen.

Da die Politik diese bisher nicht gelöst hat,  ist die EZB gezwungen, die Zinsen weiterhin auf Null zu halten.  Der nächste Schritt, der zwangsläufig kommen muss, ist die Abschaffung des Bargeldes, in welcher Form auch immer. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden, denn Bargeld bedeutet bürgerliche Freiheit und Schutz vor staatlicher und kommerzieller Überwachung. Bargeld bewahrt die Verbraucher vor überflüssigen Gebühren und ist Teil der Souveränität und Selbstbestimmung des einzelnen Bürgers und der Zivilgesellschaft. Die Bürger wären der Funktion des elektronischen Finanzsystems ausgeliefert. Zudem hätten die Menschen kaum noch Möglichkeiten, sich den Zinsdiktaten der Finanzinstitute zu entziehen. Dagegen werde ich mich einsetzen und kämpfen.