Nur mehr Wohnraum hilft gegen Wohnungsnot

Rottweil, 03.05.18 – In den letzten Jahren wurde die Wohnungsnot in Deutschland immer dramatischer. Die CDU-geführte Bundesregierung regiert seit 12 Jahren und tut: nichts.

Dazu einige Fakten, bevor wir schon bestehende Auswege aus der Wohnungsnot aufzeigen wollen:

Selbst ohne den Migrationsdruck auf den Wohnungsmarkt fehlen schon über 1.000.000 Wohnungen. Und die Lücke steigt weiter.

In 1995 wurden noch fast 600 000 Wohnungen fertigstellt – in 2010 waren es gerade mal 150 000.

Dazu kommt, dass es mehr Single-Haushalte als früher gibt und der durch­schnittliche Wohnraum pro Bewohner ist von 30 m² auf über 40m² gestiegen ist.

Was sind die Ursachen?

  1. systematische Beseitigung aller staatlichen Anreize (Abschreibungen, etc)
  2. bauen wird staatlich permanent verteuert (Klimaziele zahlen Häuslebauer, Brandschutz, usw.)
  3. die Mietpreisbremse kann nicht funktionieren: Nur wenn mehr Wohnungen vorhanden sind, müssen sich die Mieter nicht um jede einzelne schlagen.
  4. Luxussanierungen lohnen schlagartig nicht mehr, wenn diese Wohnungen leer stehen. Das geht nur mit Schaffung von viel neuem Wohnraum.

Wir fordern:

  1. Daher muss ein funktionierendes System der Wohnraumförderung her, z.B. das alte Verfahren nach §§7b bzw. 10e, welches nachweislich genügend Wohnraum geschaffen hat.
  2. Mietpreisbremse wegen Sinnlosigkeit abschaffen
  3. Verbot von Luxussanierungen: abschaffen wegen grobem Unfug
  4. Die lokalen Modelle (Hamburg, Wien, Tuttlingen, etc.) sind allesamt Maßnahmen zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Sie entstehen, weil der Staat hier nichts auf die Beine bringt. Sie bleiben dennoch nur eine lokale Maßnahme mit der entsprechend kleinen lokalen geldpolitischen Tragweite: hier werden Spitzen gemildert, aber nicht das Problem als Ganzes angegangen
  5. Die eingestampften GROKO Pläne sind der Witz schlechthin: die tatsächlichen Fördergebiete werden durch die weiteren Bedingungen an die Förderung derart klein, dass dieses „Werkzeug“ – bis auf die Verwaltungsakte – komplett verpufft.
  6. Das neue Baukindergeld geht wieder in die gleiche Richtung: viel Gerede – nichts davon kommt davon bei den Leuten an.
  7. KfW Förderungen: diese Förderungen sind i.d.R. auf 10% der Kosten begrenzt, wobei ein großer Verwaltungsaufwand getrieben wird. Viele verzichten mittlerweile aus Kostengründen auf diese Förderung.
  8. Konsequentes Durchforsten der Verwaltungs- & Bauvorschriften. Ebenso auch der Vorschriften zum Erwerb von Bauland.
  9. Verpflichtung an jede Kommune, 5-10% Neubauflächen auszuweisen.
    10. Die Grunderwerbsteuer bestraft Wohneigentumsbildung sowie Mobilität und ist deshalb abzuschaffen.

Roland Dreizler (Beisitzer im LKR-Regionsvorstand Bodensee-Schwarzwald)
Holger Krah (Stellv. Vorsitzender LKR-Regionsverband Bodensee-Schwarzwald)

2018-05-15T15:07:10+00:0003.05.2018|
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Wenn Sie auf OK klicken oder durch die weitere Nutzung der Webseite, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.