THEMENSEITE ALTERSVORSORGE

 

Seit Jahrzehnten erfreuen sich die Menschen in Deutschland einer zunehmenden Lebenserwartung. Dadurch verlängert sich bei unveränderter Lebensarbeitszeit die Bezugsdauer von Renten und Pensionen. Gleichzeitig sinkt der Anteil der jüngeren Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung, die die Renten und Pensionen finanzieren müssen. Weiterhin führt die sogenannte Rettungspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zu einer Monetarisierung der Staatsschulden. Dies birgt erhebliche Gefahren für die Stabilität unserer Gemeinschaftswährung. Die Gefahr, dass es durch die EZB zu einer Inflation auch in Deutschland kommt, ist immens. Zudem bringt die Null-Zins-Politik die Sparer um jegliche Möglichkeit, durch Sparen selbst für eine auskömmliche Altersversorgung Sorge tragen zu können. Schließlich ist eine ungesteuerte Zuwanderung in unsere Sozialsysteme festzustellen.

Aus diesen Gründen drängen sich zurecht die folgenden Fragen auf: Kommt unser umlagefinanziertes Rentensystem irgendwann an seine Grenze? Wird durch die fortgesetzte Euro-Rettung unser Geld an Wert verlieren? Werden die Sparer in Deutschland durch die Null-Zins-Politik enteignet? Und schließlich: Kann es durch die ungesteuerte Zuwanderung zu einer Überforderung unserer Sozialsysteme kommen? Droht uns am Ende Altersarmut in Deutschland? Unsere Antwort auf diese Fragen ist jeweils ein klares Ja!

Um die drohende Altersarmut zu verhindern, fordern die LKR – Die Eurokritiker die Schaffung eines nationalen Rentenfonds, die steuerliche Entlastung von Familien, die Stärkung der privaten Vermögensbildung, eine Ende der Euro-Rettung und der damit verbundenen Null-Zins-Politik sowie die Flexibilisierung des Renteneintrittalters.

Die durchschnittliche Rente von gesetzlich versicherten Rentenbeitragszahlern nähert sich immer mehr dem Niveau der gesetzlichen Grundsicherung an, die zu gewähren Aufgabe des Staates und nicht Aufgabe einer Versicherung ist. Dies führt die gesetzliche Rentenversicherung nicht nur in eine ernste Legitimationskrise, sondern gefährdet den sozialen Frieden zukünftiger Generationen, da die gesetzlich Rentenversicherten rund zwei Drittel unserer Erwerbstätigen ausmachen.

Die offensichtlichen Probleme der Altersversorgung in Deutschland können nicht durch Umverteilung, sondern nur durch eine Erhöhung der Einnahmen gelöst werden. Ein grundsätzlicher Systemwechsel ist nicht erforderlich. Die LKR – Die Eurokritiker wollen stattdessen die bestehenden Alterssicherungssysteme erhalten, verbessern und ergänzen.

Um die Defizite des umlagefinanzierten Rentensystems abzumildern, wurde vom Staat eine ergänzende kapitalgedeckte Altersvorsorge empfohlen. Viele Menschen mit höheren Einkommen sind dieser Empfehlung gefolgt. Sie fühlen sich jetzt geprellt, weil die Europäische Zentralbank die Zinsen, die für die Altersvorsorge essentiell sind, bis fast auf Null gesenkt hat. Menschen mit niedrigem Einkommen hingegen fehlen ohnehin oft die Mittel, um größere Ersparnisse für das Alter zurückzulegen.

Die LKR – Die Eurokritiker fordern deshalb, dass der Staat selbst – aus Steuermitteln – Vermögen bildet. Dafür sollte Deutschland dem Beispiel anderer Länder folgen und ergänzend zum bestehenden Umlagesystem einen Nationalen Rentenvermögensfonds (NRF) auflegen. Mit ertragsstarken Vermögenswerten (z.B. Immobilien, Edelmetalle, Aktien, Technologiefonds, Rohstoffe oder mittelständische Investitionsfonds) wollen wir vorsorgen, statt unsere Ersparnisse im Rahmen der Eurorettung durch faktisch wertlosen Forderungen an andere Euro-Staaten zu verlieren.

Wenn die Bundesrepublik Deutschland selbst Vermögen aufbaut, ist es in ihrem eigenen Interesse, dass die Zentralbank angemessen hohe Zinsen erlaubt. Zudem kann aus den Erträgen des NRF auch Geringverdienern eine kapitalgedeckte Zusatzrente ermöglicht werden. Das ist ein Zeichen der Solidarität mit Menschen, die oft lange gearbeitet haben und dennoch von Altersarmut bedroht sind.

Jedem Beschäftigten sollte es außerdem möglich sein, freiwillig und in Absprache mit dem Arbeitgeber länger als bis zur Regelaltersgrenze zu arbeiten. Dies ist auf Grund der deutlich gestiegenen Lebenserwartung und der besseren Gesundheit oft machbar. Das wirkt dem Fachkräftemangel entgegen und Rentenbezüge können aufgebessert werden. Die Rentenversicherung wird dabei doppelt entlastet: die Beiträge steigen und die Rentenbezugsdauer wird kürzer. Statt nur den Mangel umzuverteilen wird wirklich zusätzliches Einkommen geschaffen. Zu erwartende Bezüge sind wie bei Lebensversicherungen zu berechnen und offen auszuweisen.

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