THEMENSEITE BILDUNGSPOLITIK

 

Die LIBERAL-KONSERVATIVEN REFORMER bekennen sich zu einem umfassenden Bildungs­ideal, das für die Deutschen sowohl historisch als „Volk der Dichter und Denker“ wie auch aktuell als Hochtechnologie-Nation von nicht zu überschätzender Bedeutung ist. Dieses um­fasst die antiken Wurzeln unserer Kultur, die Werte des Humanismus, der Aufklärung und der jüdisch-christlichen Tradition ebenso wie ein Verständnis von Wissenschaft, Wirtschaft und Technik sowie von Literatur, Kunst und Musik, aber auch Sport und Spiel. Die deutsche Sprache ist Grundlage unserer Kultur und der Bildung jedes Einzelnen. Deshalb ist ein gu­tes Deutsch an allen Bildungseinrichtungen zu lehren und zu pflegen.

Die LIBERAL-KONSERVATIVEN REFORMER fordern freie, also auch ideologiefreie Wissen­schaft. Deshalb ist jede ideologische und politische Einflussnahme einzustellen. Wir lehnen eine verordnende Sprachpolitik, wie etwa die Forderung nach einer gendergerechten Spra­che, ab.

Die LIBERAL-KONSERVATIVEN REFORMER sprechen sich grundsätzlich für das Primat der elterlichen bzw. elternhausnahen Betreuung aus. Ganztagsklassen oder -schulen ergänzen das gewachsene Halbtagsschulsystem dort, wo es von Eltern gewünscht oder benötigt wird.

Die LIBERAL-KONSERVATIVEN REFORMER sprechen sich für ein mehrgliedriges Schulsys­tem aus. Nur dadurch wird man den individuellen Schülerpersönlichkeiten gerecht und ga­rantiert eine qualifizierte Schulbildung. Differenzierte Bildungsprofile sind im Sinne der In­dividualität der Schüler und des Ausbildungszwecks zu erhalten.

Das hochwertige, breitgefächerte deutsche Förderschulsystem muss erhalten bzw. wieder ausgebaut werden. Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben ein Recht auf Bildungschancen, die ihrem Entwicklungsstand, ihren Begabungen und Motiva­tionen entsprechen sowie einen Schutzraum, der ihrer Entwicklung gedeihlich ist.

Das duale System der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist weiter auszubauen. Die Kom­bination aus schulischer und betrieblicher Bildung ist ein deutsches Erfolgsmodell, das ver­antwortlich für die relative geringe Jugendarbeitslosigkeit ist. Der deutsche Meisterbrief ist ein wertvolles Gütesiegel, das wir gegen jegliche Abschaffungsbestrebungen verteidigen werden.

Der von den Kultus- und Wissenschaftsministern der Europäischen Union in den Konferen­zen von Bologna und Prag beschlossene Versuch, einen gemeinsamen europäischen Hoch­schulraum zu schaffen, ist gescheitert. Deshalb fordern die LIBERAL-KONSERVATIVEN RE­FORMER, den Fakultäten und Fachbereichen die Rückkehr zu bewährten Studiengängen und Studienabschlüssen (Diplom, Magister, Staatsexamen) freizustellen. Die Einheit von Forschung und Lehre bleibt das Alleinstellungsmerkmal von Universitäten. Das Promotions- und Habilitationsrecht bleibt den Hochschulen vorbehalten, die Grundlagenforschung be­treiben.

Die grundgesetzlich garantierte Freiheit von Forschung und Lehre ist unabdingbare Voraus­setzung für wissenschaftlichen Fortschritt und Innovation. Deshalb müssen Universitäten möglichst frei über die Art und den Umfang ihres Studienangebots entscheiden können. Der Wissenschaftsbetrieb ist vor ausufernden bürokratischen Regelungen zu schützen. Wissen­schaft, Forschung und Lehre müssen frei von ideologischen Zwängen betrieben werden.

Die LIBERAL-KONSERVATIVEN REFORMER bejahen das in Artikel 7 des Grundgesetzes ga­rantierte Grundrecht auf konfessionellen Religionsunterricht. Islamischer Religionsunterricht muss dabei dieselben Voraussetzungen erfüllen wie der konfessionelle christliche Religions­unterricht. Insbesondere müssen die Lehrpläne von den Kultusministerien genehmigt wer­den. Außerdem müssen die nach deutschen Hochschulstandards examinierten Lehrer in deutscher Sprache unterrichten und die freiheitlich-demokratische Grundordnung anerken­nen. Ebenso lehnen die LIBERAL-KONSERVATIVEN REFORMER das Tragen des Kopftuchs in staatlichen Bildungseinrichtungen ab.